Tauchsport verwendet lose Flansche aus Edelmetall

Im Tauchsport kommt es einerseits natürlich auf Erfahrung und Routine an. Vor allem aber ist eine richtige Ausrüstung unerlässlich. Denn ohne die, wird man es nie zu Erfahrung und Routine bringen. Und das wirft natürlich die Frage nach der Beschaffenheit des Materials auf. So schützt ein Taucheranzug aus Neopran effektiv vor Unterkühlung. Spezielle Taucheruhren machen den Taucher auf die Tauchzeit aufmerksam. Nicht selten umfassen diese Uhren Extras, wie zum Beispiel einen Tiefenmesser. Doch ganz besonders essentiell ist natürlich jene Vorrichtung, die dafür sorgt, dass dem Taucher nicht die Luft wegbleibt: die Sauerstoff bzw. Luftversorgung.

Dahinter steckt natürlich ein ausgeklügeltes Versorgungssystem. Damit dieses reibungslos seinen Dienst tun kann, bedarf es des entsprechenden Materials. Dies ist vor allem bezogen auf das aggressive Meerwasser wichtig. Der hohe Salzgehalt macht viele Metalle besonders anfällig gegen rost. Dementsprechend sind alle metallenen Bestandteile einer Tauchausrüstung aus Edelmetallen und/oder aus Metall-Aluminium. Ausschlaggebend dafür ist die Rostresistenz dieser Metalle. Gerade was die sensible Druckluftvorrichtung sowie die Ventile betrifft, sind die Anforderungen besonders hoch. Denn bereits kleinste angerostete Schwachstelen können zum defekt des Luftsystems führen. Deswegen werden in diesem Bereich häufig Edelmetalle benutzt. Durch entsprechende Bauweisen wird sichergestellt, dass die Systeme richtig schließen und keine allzu verwinkelte Oberfläche haben, um Rost wenig Angriffsfläche zu bieten und Schäden schnell erkennbar zu machen. Das Ventil- und Rohrsystem arbeitet unter anderem mit losen Flanschen, die die Montage wesentlich erleichtern, gleichzeitig jedoch gewährleisten, dass das System richtig dicht schließt. Nichts desto trotz muss die Luftversorgung regelmäßig gewartet und überprüft werden. Die Wartungsintervalle können dabei zwischen zwei und (bei besonders hochwertigen Ausrüstungen) fünf Jahren liegen.

Aber auch jene metallenen Bestandteile, die nicht mit der Luftversorgung zusammenhängen sind aus Edelmetallen. So zum Beispiel auch das Tauchmesser oder die sehr teuren Tauchuhren. Insbesondere die Tauchuhren sind nicht selten kleine Alleskönner, deren Mechanik auch bei größeren Wasserdrücken (bei besonderer Tauchtiefe) effektiv geschützt wird und die verschiedenste Messungen vornehmen können. Die Tauchmesser sind zum Beispiel oft aus 100 % rostfreiem Titan. Ein Tauchermesser wird vor allem dann benötigt, falls man sich in den leinen einer Boje etc verfängt. Ohne Messer könnte eine solche Situation unangenehm werden.

Beim Thema Rostfreiheit ist zu sagen, dass es keinen wirklich rostfreien Edelstahl gibt (zumindest bezogen auf Salzwasser). Es gibt nur verschiedene Legierungen, die langsamer rosten als andere. Jedoch bedarf Stahl immer der Pflege (so auch das Messer, falls es nicht aus Titan ist). Man sollte seine Tauchausrüstung dementsprechend nach einem Tauchgang in Salzwasser mit Süßwasser abspülen und sie anschließend nicht feucht, sondern trocken verstauen. Bestimmte Accessoires (wie das Tauchmesser) kann man mit Ölen pflegen. Nach einem Tauchurlaub macht es auf jeden Fall Sinn, das Tauchmesser zu demontieren und von Grund auf zu pflegen. Wer seine Tauchausrüstung mit Nachsicht und pfleglich behandelt, der wird lange eine Funktionalität gewährleisten können. Egal ob es dabei um das Tauchmesser oder um die Luft befördernden Rohrbögen an der Sauerstoffflasche geht.